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Die Sehnsucht nach einer besseren Welt braucht zunächst die Neugier des Entdeckers. Abseits ausgetretener Pfade verändert ihn die Begegnung mit dem Fremden über den Moment des Erlebens hinaus. Das Redaktionsbüro travelundtext des Journalisten Dirk Wegner hat sich auf das Thema REISE spezialisiert. Etwas von dem, was er unterwegs erlebt und fotografiert hat, ist hier nachzulesen. Die Sammlung aus Reisegeschichten rund um die Welt soll die Neugier wecken, selbst einmal auf Entdeckungstour zu gehen. Oft wird vieles Fremde dann rasch vertraut.

 

PORTFOLIO

 

 

Bücher

Das moderne Europa verändert sich nicht nur im Osten, auch Irland sucht Orientierung in einem neuen Jahrtausend. Dem Süden gelang als "keltischer Tiger" bereits vor Jahren der große Sprung in die oberen Ränge der marktwirtschaftlichen Spielklasse, der Norden nähert sich in kleinen Schritten einem mehrheitlich gewünschten Frieden. Mit den angestrebten ökonomischen und politischen Zielen veränderten sich moralische Werte, Traditionen und auch Vorurteile in beiden Staaten...

 

DIE ZEIT, 23. 09. 1999:

Von Mönchenund Whiskey
Wenn du Irland kennenlernen willst, mit Leib und Seele, mußt du seine Gedichte und Geschichten lesen." Diesem Rat desDichters William Butler Yeats scheint sich der Hamburger Journalist Dirk Wegner verschrieben zu haben. Denn mit seinem Irland-Reiseführer (Irland Anders reisen; Rowohlt Verlag, Reinbek 1999; 348 S.) schießt er weit über die Etappenziele des Durchschnittstouristen hinaus. Vom Abklappern traditioneller Sehenswürdigkeiten hält er wenig. Und noch viel weniger fällt er auf die Klischees von sommersprossigen Rotschöpfen und brummigen Torfstechern herein. Wohl liefert Wegner im Pflichtteil seiner Anleitung zum Anders reisen acht exemplarische Routenvorschläge zu den Highlights: Gipfelsturm des heiligen Berges Croagh Patrick, Pilgerfahrt durch die Klöster des Nordostens, Zwischenstopp im Killarney Nationalpark.

Doch seine Kür absolviert Wegner lieber hinter den Kulissen. Die Lust am Text führt ihn ins Mittelalter, als die Mönche noch mit Tinte aus Galläpfeln schrieben, und gipfelt in der Werkstattbesichtigung bei Nobelpreisträgern wie Seamus Heaney und anderen dichtenden Großkalibern. Ein eigenes Kapitel dieser "Kul-Tour" ist dem flüssigen Kulturgut gewidmet - dem Lebenselixier namens Whiskey und der blauen Stunde in den Pubs. Kompetent, aber kein bisschen dröge wird auch das weite Feld von Politik und Geschichte beackert. Eine animierende Lektüre für Intensivtouristen, die den jüngsten Stand der Dinge anpeilen.

 

NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, 10. 08. 2000:

Für Irland hat man ja gemeinhin seine Klischees parat: trinkfeste Barden und stattliche Poeten, sattgrünes Land und rothaarige Menschen, aber auch politisch heikles Gebiet, das seit Jahr zehnten in einem Wechselspiel von Gewalt und Friedensbereitschaft verwoben ist. Das alles präsentiert auch der Reisejournalist Dirk Wegner, aber, wie die altbewährte Reihe "Anders Reisen" erwarten lässt, in aufklärender, vertiefender und anregender Form. Samuel Beckett, Seamus Heaney und zuletzt Frank McCourt mit seinem überraschenden Bestseller "Die Asche meiner Mutter" würden doch fehlen in einem Reisebuch über Irland, doch der Autor stellt auch noch einige andere Autoren und ihre Themen vor. Er gibt einen Überblick über das irische Kino, lädt den medieninteressierten Internet-Surfer zu einem "Virtuellen Rendez-vous" mit vielen Adressen und Tipps ein und vergisst natürlich nicht das dunkle Bier, das durch mancherlei Kehle fliesst, nicht nur durch irische.

Hauptsächlich hatte diese Reihe immer zu Streifzügen durch den Alltag und die politischen Welten eingeladen, und Dirk Wegner weiss in der Tat von dem Wirtschaftsaufschwung der Grünen Insel in den letzten Jahren zu berichten, aber auch von der Kehrseite, den Umweltsünden. Im Reiseteil führt der Autor, kulturell angereichert, durch die Städte Dublin und das nordirische Belfast mit seinen jüngsten Friedenshoffnungen, bevor er systematisch die einzelnen irischen Regionen vorstellt. Vom rauen Norden zum milden Süden, von schroffen Küsten zu romantischen Berglandschaften, durch Nationalparks und auf abgelegene Inseln. Nicht zuletzt bietet Dirk Wegner eine Rundfahrt durch Nordirland. Der Adressenteil gibt grobe Überblicke zu Übernachtungen und Kultur, die Karten bieten eine hinlängliche Orientierung,die Fotos lockern den Text in origineller Weise auf.

 

 

Schon zu Lebzeiten einmal kurz ins Paradies, wer will das nicht'? So wie Neuseeland könnte es aussehen. Das ist natürlich nur eine Vermutung, bei der wir voraussetzen, dass sich der himmlische Ort aus den schönsten irdischen Naturwundern zusammensetzt: kristallklares Wasser rauscht über weiße Sandstrände, Blütendüfte wehen aus Obstgärten herüber, Palmenzweige wiegen sich im warmen Wind, aus einem ewig blauen Himmel strahlt die Sonne. Doch es wäre unredlich, den Blick auf die pazifische Inselwelt nach diesen Eindrücken abzuwenden. Was machen wir mit den fauchenden Geysiren, den brodelnden Schlammlöchern, den dampfenden Urwäldern und der hin und wieder bebenden Erde? Das klingt eher nach einem ganz anderen Ort...

 

FAZ, 30. 03. 1995:

Dirk Wegners Reiseführer "Neuseeland" ist informativ, gut lesbar und dennoch präzis geschrieben. Auch ihm entnimmt man, daß es in neuseeländischen Cafes inzwischen Capuccino gibt, dass also die Insel sich langsam auf den Einheitstourismus einzustellen beginnt. Er ist mit einem recht umfangreichen Politik- und Gesellschaftsteil versehen, gibt Auskunft über "Kultur und Alltag", empfiehlt Reiserouten und nennt in dem ausführlichen Service-Teil all jene Adressen, die unterwegs hilfreich sind.

 

 

Natürlich ist der fünfte Kontinent viel zu groß, um ihn zwischen zwei Buchdeckeln vollständig unterzubringen. Vieles, was Land und Leute kennzeichnet, lässt sich hier nur skizzieren. Ich hoffe trotzdem, dass die Schilderungen neugierig machen und dazu anregen, sich alles selbst einmal anzuschauen. Jeder sollte dann beim Erleben seinen eigenen Neigungen folgen und seine eigenen Schlüsse ziehen - die Beschreibungen im Lese- und Reiseteil mögen dabei als Anstöße und Vorschläge dienen...

 

Welt am Sonntag, 02. 03. 1997:

Essays sind - wie bei allen Bänden aus der Reihe "anders reisen" - auch der Hauptbestandteil der neuen Australien-Ausgabe. Und wie in jedem dieser Bücher geht es Verlag und Autoren darum, Verständnis für fremde Welten zu wecken, Mut zu Schritten abseits üblicher Wege zu machen und Einblick in die alltäglichen Strukturen eines Landes und seiner Menschen zu geben. Ein gut 100 Seiten starker Serviceteil ergänzt die Geschichten aus Geschichte und Gegenwart. Gut für Leute, die sich auf Australien einstimmen wollen.